| Wettbewerb „Wohnen am See“ |
| Alte Landstrasse 404 8708 Männedorf |
| Bauherrschaft OPM Invest AG |
| Wettbewerb 2023, 2. Rang |
| Der Entwurf für den Neubau mit 6 Wohnungen und einer Sammelgarage beruht auf der exakten Analyse des Ortes und seiner direkten Umgebung. Das Grundstück liegt an exponierter Stelle, zwischen der Seestrasse und der Einmündung der Alten Landstrasse, nahe an der Gemeindegrenze Stäfa. Wie um diese außergewöhnliche Lage noch zu akzentuieren, befindet sich bergseits der Firmensitz der international tätigen Swarovski Holding AG. Dieser auffällige Bau prägt die Umgebung neben weiteren historischen Bauten und dem Seebad vis à vis der Seestrasse. Die eingeschossigen Bauten des Seebades garantieren dem geplanten Neubau auch in Zukunft eine uneingeschränkte Seesicht. Die weitere Umgebung ist geprägt durch Wohnbauten unterschiedlicher Größe und Typologie. Auf dem Grundstück nördlich der Bauparzelle steht die Villa Windegg, welche mit dem Umbau im Jahr 2013 unter Schutz gestellt wurde. Die Villa ist Teil eines Gestaltungsplanes, dieser bestimmt auch das Baufeld der Parzelle des Neubaus, und soll bei den zu planenden Parkplätzen und der Erschließung der Tiefgarage mit einbezogen werden. Die Erschliessung der geplanten Tiefgarage ist mittels eines Hebeliftsystems vorgesehen, welches dezent und unauffällig zwischen der Villa und dem Neubau im Bereich der heutigen Grundstückzufahrt zu liegen kommt. Ausweichstelle und Sichtwinkel können entsprechend der Verkehrsnorm nachgewiesen werden und zwei zusätzliche oberirdische Besucherparkplätze garantieren eine optimale Ausnutzung der engen Platzverhältnisse auf dem Grundstück. Dabei verbleibt die bestehende Bushaltestelle an gleicher Lage. Der Hauszugang zum Neubau führt direkt auf der Höhe der Bushaltestelle zum gemeinsamen Treppenhaus mit Lift. Eine klare Adressierung des Neubaus ist somit garantiert mit Anbindung an den öffentlichen Verkehr vor dem Haus. Die Wohnungen sind durch die maximal mögliche Ausnützung innerhalb der baurechtlichen Regeln großzügig gestaltet. Die gewählte Gebäudestruktur erlaubt pro Geschoss zwei Kleinwohnungen (2.5 Zi- Whg) bzw. eine Grosswohnung (4.5 Zi-Whg). Sie lässt jedoch auch für die Zukunft verschiedene Optionen von Nutzungen offen. So wäre auch eine Büronutzung im Erdgeschoss und möblierte Apartments in den oberen beiden Geschossen denkbar. Solche Apartments direkt neben dem Hauptsitz der international tätigen Swarowski-Holding könnten einen möglichen Bedarf abdecken. Im 1.Obergeschoss wird zu Gunsten von mehr Wohnraum auf einen Balkon verzichtet. Große sich öffnen lassende Schiebefenster kompensieren diese Einschränkung. Die Erdgeschoss- und Dachgeschosswohnungen verfügen über Außensitzplätze, die durch eine entsprechend gestaltete Umgebung von Lärm und Einblicken geschützt werden. Bei der Umsetzung von Kleinwohnungen sind die Raumteiler als Einbauten geplant, die dem Bewohner den maximalen Flächennutzen zur Verfügung stellt. Die Konstruktion des Neubauts ist als Hybridbauweise vorgesehen. Das Untergeschoß und die Statik (Treppenhaus, Liftkerne und Stützen) werden in Massivbauweise (Beton) ausgeführt. Der Beton garantiert den Erdbebennachweis und den Schallschutz. Durch die Wahl der Beton-Holz-Verbundgeschossdecken und der Holzelementbauweise für die Fassaden und des Daches, kann für die Erstellung des Neubaus eine relevante Menge an CO2-Verbaruch (Grauenergie) eingespart werden. Die Holzelemente werden sowohl an der Fassade als auch auf dem Dach durch eine hinterlüftete Photovoltaik- Modul-Gebäudehülle geschützt. Die Wahl dieser Fassadenbekleidung begründet sich durch den baulichen Kontext, die Nachhaltigkeit und den äußeren Ausdruck als moderne, zeitgemäße Architektur. Die Innenwände und die Fassadenkonstruktion ist nichttragend geplant und lässt somit auch auf einer langen Zeitachse verschiedene Umnutzungen zu. |








